Schulerfahrung: Mikroskopieren

Diese Woche haben wir in unserer NWT Stunde mit einem DurchlichtmikroskopPflanzenteile untersucht.

Dabei war einig Dinge zu beachten,

z.B der korrekte Umgang mit dem Mikroskop. Zum einen ist eine saubere aufgeräumte Umgebung wichtig, damit nicht der Schulranzen auf das Mikroskop fällt oder der Apfelsaft nicht drüber ausgelehrt (mal ehrlich: wer arbeitet schon gerne wenn um ihn drumherum eine Unordnung ist). Auch die Bedienung des Mikroskops ist wichtig,immer zu erst das kleinste Objektiv einstellen, das Präparat richtig über der Blende befestigen, scharfstellen etc.

Bean_stNachdem wir alle Sicherheitsaspekte beachtet hatten, konnten wir endlich loslegen. Zuerst war ein Ausschnitt des Leitsprosses der Sonnenblume an der Reihe. Wir konnten deutlich die einzelnen Zellen beobachten, auch die Wasserleitbahnen (Xylem) und die Stoffleitbahnen (Phloem) waren deutlich zu erkennen. Auffällig war, dass das Xylem wesentlich dicker war als das Phloem. Unsere Erklärung war, dass spros1die Pflanze so dicke Wasserleitbahnen braucht um möglichst viel Wasser (mit den darin enthaltenen Nährstoffen) nach oben zu pumpen. Das  Phloem transportieren ausschließlich die aus der Photosynthese entstandene Stärke (natürlich auch in Wasser gelöst, jedoch kommt das Wasser dazu aus den Xylen. Da die Pflanze aber nicht ausschließlich ihr Wasser für die Photosynthese braucht sind die Phloem dünner).

Wir haben im Unterricht noch den Querschnitt eines Zweiges und den Längsschnitt eines holzigen Sprosses beobachtet. In dem Querschnitt des Zweiges waren deutlich die Jahresringe zu beobachten, mit welchen man das Alter der Pflanze bestimmen kann. Die hellen Ringe stehen für einen Sommer, die dunklen für einen Winter (unser Zweig hatte 5 helle und 5 dunkle Ringe, war deshalb ca. fünf Jahre alt). Die unterschiedliche Färbung hat einen Grund: Im Winter muss die Pflanze weniger Nährstoffe transportieren und muss sich vor der Kälte schützten, die Zellen verdichten sich mehr, wachsen enger zusammen und werden kleiner. Solch eine Verdichtung wird von dem Menschlichen Auge als “dunkle Fläche” wahrgenommen.

3 Antworten auf diesen Artikel.

  1. Schade, dass meine Klasse gerade nicht mikroskopiert. Sonst könnte man sich über die Ergebnisse austauschen :)

    Antwort

  2. Danke für die schönen Einblicke. Hier gibt es noch einige Abbildungen dazu und weitere Erklärungen:

    http://www.zum.de/Faecher/Materialien/beck/12/bs12-4.htm

    Einige kleine Korrekturen:

    Man nennt die Gewebe *das* Xylem und *das* Phloem.

    Im 3. Absatz hast Du die beiden Gewebe verwechselt: “Die Xylem transportieren ausschließlich die aus der Photosynthese entstandene Stärke” muss heißen “Das *Phloem* transportiert …”

    Antwort

  3. Hallo,

    über deinen Lehrer habe ich erfahren, dass hier Schüler fleißig bloggen. Dieser Blogbeitrag hat mir auch sehr gut gefallen. Ich wünsche viel Erfolg beim Weiterexperimentieren.

    Antwort

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