Gemeinsam mit meiner NwT Gruppe habe ich neulich eine Exkursion in die Winzergenossenschaft Auggen unternommen. Wir haben eine Führung durch das ganze Gebäude bekommen und dabei sehr interessante Dinge rund um den Weinbau erfahren.
Am Beginn unserer Führung haben wir einen geschichtlichen Überblick bekommen wie der Wein in unsere Region kam: Die Römer waren große Weinliebhaber und um in den eroberten Gebieten nicht auf ihn verzichten zu müssen brachten die Besetzer ihn mit. Die Römer gingen wieder doch der Wein blieb.
Nun ging es los. Wir besichtigten als erstes die Weinannahmestelle. Ein Schwerlastkran hebt die Bütten an und Stellt sie auf ein Förderband. Dieses transportiert die Bütten zu einem von 2 großen Trichter in die nun die Trauben gekippt werden. Die Bütten werden anschließend ausgewaschen und entweder dem Winzer zurückgegeben oder Wintersicher verstaut.
Die Trauben werden jetzt nach unten in einen weiteren Trichter transportiert, in dem das Ganze gewogen wurde. Weiter unten werden die Trauben dann von den Stängeln und den Blättern befreit. Die Stängel und Blätter können als Dünger weiterverwendet werden.
Die (gemanschten) Trauben fallen nun in einen letzten Trichter, in dem der Öchsle (Zucker) –Gehalt der
Trauben gemessen wird. Dieses Jahr soll der Traubensaft , auf Grund der günstigen klimatischen Bedingungen, einen besonders hohen Öchslegehalt gehabt haben und viel Zucker führt zu einer besseren alkoholischen Gehrung (Weinliebhaber freut euch schon mal auf den Wein von diesem Jahr).
Der Traubensaft wird nun abgesaugt und nach oben transportiert. Doch bevor wir uns angeschaut haben wo der Traubensaft jetzt hinkommt, sind wir in den Verwaltungsraum, von dem aus, der ganze, wie oben beschriebene Vorgang, per Computer gesteuert wird.
Wir sind nun weiter nach oben gegangen um uns anzusehen wo der Traubensauf nun weiterverarbeitet wird. Wir haben uns die großen Tanks angesehen wo die Alkoholische Gehrung stattfindet. Die Schale der Trauben wird übrigens bei rotem Wein zur Gehrung dabei gelassen, damit der Wein die Farbe der Schalen annimmt und nachher aussieht wie Wein eben auszusehen hat.
Um das Aroma und die Farbe der Schalen noch besser in den Wein zu bekommen wird das Ganze nach einer kurzen Gehrungszeit in einen großen Behälter gepumpt. In diesem Behälter wird ein Tuch mit ca. 2 Bar von Seite zu Seite gedrückt. Durch diesen Prozess kann man außerdem den Traubensaft von den Schalen trennen.
Eine kurze Anmerkung an dieser Stelle: Der Traubensaft enthält zwar schon etwas
Alkohol darf sich aber noch nicht Wein nennen, da Wein mind. 7% Alkoholgehalt haben muss.
Der Wein wird nun in große Edelstahltanks gepumpt in denen der alkoholische Gehrprozess nun fortgesetzt wird. Zu den Edelstahltanks mache ich an dieser Stelle keine weiteren Erklärungen, ihr könnt euch aber in meinem extra dazu verfasstem Post genauer dazu informieren. Wir haben uns anschließend den Keller angesehen in dem die tueren Weine in Holzfässern lagern.
Als nächstes gelangt der Wein in einen Filter. Dieser Filter wird per Computersystem
gesteuert und kann dauerhaft arbeiten.
Als nächstes haben wir die Abfüllanlage besichtigt. Der einigste eindruck den ich zu diesem Bereich behalten habe ist der unvorstellbar laute Lärm.
Der in Flaschen abgefüllte Wein wird nun in Kartons verpackt und in die Lagerhalle gebraucht. Von hier aus wird er in LKWs verladen und verkauft.
Unsere Führung endete, wie alle Führungen, natürlich in dem firmeneigenen Verkaufsladen.
Anmerkung: alle Photos die ihr auf der linken Seite findet sind von unserem NwT Lehrer Herrn Kalt. Alle Photos auf der linken seite sind von meinem Freund Raphael STR.
Veröffentlicht von vinitor am 13. Dezember 2009 um 7:04 pm
Ich finde die Fotos machen den Bericht sehr anschaulich